Anspannung – Jubel – Enttäuschung

Nach dem erfolgreichen Hinspiel in Garrel, in dem die weibliche A-Jugend der HSG Osnabrück sich einen Acht-Tore-Vorsprung erarbeitet hatte, bot sich am vergangenen Sonntag im Heimspiel die Chance den Sack zuzumachen. Je näher der Sonntag kam, umso mehr stieg die Aufregung im Team. Doch es überwog der Wille, das Ziel Bundesliga unbedingt erreichen zu wollen. Es wäre ein historischer Erfolg, wäre die HSG-A_Jugend doch die erste weibliche Mannschaft aus dem Großraum Osnabrück, die in der JBHL antreten würde.

Das Spiel am Sonntag begann wie in Garrel mit Fehlern auf beiden Seiten und gestaltete sich zunächst ausgeglichenen. Erst zur Halbzeit konnten sich die HSG-Handballerinnen ein wenig absetzen und mit einem 3-Tore Vorsprung zum Seitenwechsel gehen. Ein Vorsprung, der nach Wiederbeginn sogar noch ausgebaut werden konnte. Nachdem HSG-Torhüterin Lea einen Kopftreffer bekommen hatte, folgte ein kleiner Bruch im Spiel. Garrel kam nun in einen Lauf und holte Tor um Tor auf. Carina Müller, Ersatztorhüterin und eigentlich noch für die B-Jugend spielberechtigt, verhinderte dabei mit einigen tollen Paraden eine noch größere Aufholjagd. 

Dann endlich kam das erlösende Signal der Hallenuhr und trotz einer Heimniederlage mit vier Toren, war der Gesamtvergleich mit Garrel mit vier Toren Differenz zu Gunsten der HSG entschieden worden – GRENZENLOSER JUBEL! Eltern und Freunde feierten mit den Spielerinnen in ihren frischen Sieger-Shirts nach einer harten und außergewöhnlichen Saison. Doch der Schock ließ nicht lange auf sich warten. Gegen 20.00 Uhr desselben Abends erreichte die HSG-Verantwortlichen die Info, dass beide Spiele annulliert werden mussten. Grund dafür: Die HSG hatte 16 Spielerinnen auf dem Spielbericht eingetragen, was gemäß der aktuell gültigen Statuten des DHB nicht erlaubt war. Im Vorfeld der Partie lagen die Durchführungsbestimmungen für die Begegnungen zwar vor, doch einige Querverweise in den Bestimmungen und der Tatsache, dass im vergangenen Jahr noch 16 Spielerinnen zulässig waren, sorgten für die fälschliche Annahme, 16 sei die korrekte Zahl.

Hierdurch errang Garrel die Qualifikation zur JBLH am grünen Tisch gewonnen. Hierzu von Seiten der HSG einen herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg in der JBHL! Trotz des bitteren Ausgangs haben die A-Jugend-Mädchen der HSG noch eine Chance, sich sportlich für die Bundesliga zu qualifizieren. Am kommenden Wochenende müsste dazu ein Sieg gegen die Mädels von BSV Sachsen Zwickau her.

Aufgrund des Hygienekonzeptes wird darauf hingewiesen, dass es erneut nur möglich ist eine begrenzte Anzahl an Zuschauern in die Halle zu lassen. Wir bitten um Verständnis!

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