Am 6. Oktober um 16 Uhr hatten wir unser drittes Heimspiel in Hellern. Unser Gegner waren die Damen von der HG Rosdorf-Grone.

Das Spiel sollte ursprünglich von unserer Seite verlegt werden, aber alle vorgeschlagenen Alternativtermine wurden leider abgewiesen. Der Dank geht also an den Trainer Jörg und die Spielerin Jara Elbel, da sie ihren Holland-Urlaub unterbrochen haben, um doch beim Spiel anwesend zu sein, sowie an Tessa Kübler, die sich auf dem Rückweg aus Prag sehr beeilt hat. Somit konnten zwei Spielerinnen mehr und ein Trainer anwesend sein. Co-Trainer Volker Krems und Spielerin Femke Bornhorn waren urlaubsbedingt nicht dabei. Nicht spielfähig war Torhüterin Jana Lahmann aufgrund einer Fußverletzung, welche dankenswerterweise durch Luisa Beernink aus der 2. Damen vertreten wurde. Der Kader kam schlussendlich durch viele Umstände doch vollständig zusammen. 

Das Spiel begann und die ersten Tore fielen vorerst für den Gegner. Das war aber kein Grund, verunsichert zu werden und für beide Mannschaften verlief anschließend das Spiel sehr ausgeglichen von der 10. Minute bis zur Halbzeit. In der Halbzeit lag der Spielstand bei 17:18 für die HG Rosdorf-Grone. Die ganze Halbzeit war geprägt von einem soliden Angriffsspiel und einer leider nicht sehr guten Abwehr. Immer wieder kamen die Gäste zu einfachen Toren, wo wir keinen Zugriff bekommen haben. 

In der Kabine wurde besprochen, dass zu viele Tore gefallen seien und es nun das klare Ziel sei, diese in der 2. Halbzeit zu minimieren. Der Trainer sagte dazu: „In unserer Abwehr wird der Gegner nur geschoben, aber nicht wirklich festgemacht, sodass diese immer wieder zum leichten Abschluss kommen“. 

In der zweiten Halbzeit ist leider das Gegenteil eingetreten. Unsere Abwehr wurde zunehmend löchriger und die Gegner kamen mit immer weniger Widerstand zu freigeworfenen Torabschlüssen. Abwehrspieler als auch Torhüter konnten die steigenden Zahlen auf der Tafel nichts entgegensetzen. Trainer Jörg Elbel nahm in der 44. Minute sein Time-Out und im Anschluss wurden viele andere Abwehrstrategien ausprobiert. Die Spieler wechselten sehr häufig ihre Abwehrpositionen oder wurden ausgewechselt. Leider spielte sich eine große Unsicherheit in unser Abwehrverhalten ein, begründet aus dem Nichtgelingen und später auch der Hektik. Es wurde zu wenig verschoben, zu spät reagiert und sich nicht in der Abwehrkette gegenseitig geholfen. Ab der 40. Minute begannen die Gegner sich abzusetzen von 22:24 bis zum Endstand auf 34:39.

Schlussendlich lässt sich zusammenfassen: Wer am Ende mit 34 Treffern verliert, weiß, dass es nicht am Angriff gelegen hat. 

Zum Angriff kann man sagen, dass wir uns sehr schöne Tore herausgespielt haben und jede Spielerin sich individuell sehr gut eingesetzt hat. In der 1. Halbzeit und v.a. in der Anfangsphase gab es noch ein paar Situation, in denen wir uns nach einer gelungenen Abwehr vorne nicht belohnt haben. Dies passierte vor allem durch eine misslungene 1. oder 2. Welle. Gerade diese Situationen hätten die Spielsicherheit sicherlich aufgebaut. Ansonsten konnte der Angriff selbst Erfolg bringende Wege schaffen, als in den letzten 15 Minuten zwei Spielerinnen von uns offensiv herausgenommen wurden. Entweder gelang dies durch ein torfixierendes eins gegen eins, oder durch ein gutes Zusammenspiel mit dem Kreis oder durch ein gutes Auge der Außenspielerinnen. 

Ausblick: Seit Beginn der Saison merken wir, dass wir in die Liga gehören, weil wir in jedem Spiel den Gegner nicht nur ärgern, sondern auch schon zwei Mal deutlich gewonnen haben. Die Mannschaft hält sehr gut zusammen und verfolgt dieselben Ziele eines Klassenerhaltes. Nun gibt es erst mal eine kleine Spielpause und das nächste Spiel ist erst wieder nach den Herbstferien am 26.10. auswärts in Hildesheim. In den nächsten Trainingseinheiten wird sicherlich noch mal das individuelle Abwehrverhalten nach vorne und die gemeinsame Abwehrverschiebung, sowie die Fehlerminimierung in der 1. und 2. Welle und zuletzt die Wurfqualität geschult. Wenn uns dies in den nächsten Spielen gelingt, glauben wir an einen Sieg. Wir laden deswegen wieder alle Fans recht herzlich zum nächsten spannenden und qualitativ anspruchsvollen Handball in der Heimhalle beim OSC am 2. November um 18 Uhr gegen HV Lüneburg ein.

Es spielten für die HSG OS Ladies: Jörg und Jana auf der Bank, Louisa und Ellen im Tor und auf dem Feld:  Lisa (12, davon 7/9 7M), Alexandra (4), Jara (1), Vanessa (1), Tessa, Jana (3), Carla (4), Nele, Moana (3), Marie (3), Katharina, Malin (3)

1. Damen – Wo ist unsere Abwehr geblieben?

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