Mit einem 31:31 Unentschieden haben wir Samstagabend die Heimreise aus Wilhelmshaven angetreten. Die große Frage also: Haben wir einen Punkt gewonnen oder einen Punkt verloren? Die Antwort lautet aber wie bei den meisten Punkteteilungen „Beides“.

Zwar lagen wir in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich mit fünf Toren in Front, andererseits mussten wir kurz vor Ende durch eine doppelte Unterzahlsituation kämpfen, so dass man eigentlich nur von einem gerechten Unentschieden sprechen kann.

Ins Spiel starteten wir wie so häufig eher schwach. Den starken Rückraumschützen der Wilhelmshavener wollten wir mit einer 5:1-Deckung entgegenwirken. Soweit der Plan. In der Realität haben wir es mal wieder nicht geschafft, entschlossen und vor allem rechtzeitig genug auf den Schützen rauszuarbeiten. So liefen wir schnell einem Vier-Tore-Rückstand hinterher (5:1 5’04). Nach einer Umstellung zurück auf die 6:0 konnten wir uns dann Tor für Tor herankämpfen. Jetzt kamen wir in der Abwehr endlich mal wieder zu Ballgewinnen die wir gekonnt über unsere Außen Niklas Beyer und Jan Wendte verwandeln konnten. Zum 13:12 (25’12) sind wir dann sogar das erste Mal in Führung gegangen, die wir bis zum Halbzeitstand 17:14 sogar ausgebaut haben. Zum Ende dann noch eine wirklich ärgerliche Zeitstrafe. Mit Ertönen der Sirene sind einige Spieler von beiden Seiten aufs Feld gegangen. Problem war, dass ein Freiwurf noch auszuführen war. Die Schiedsrichter verteilten daraufhin eine zufällige Zeitstrafe exklusiv gegen uns.

Die Stimmung war dennoch gut. Schließlich lagen wir das erste Mal seit langer Zeit zur Halbzeit in Front. Uns war jedoch klar, dass Wilhelmshaven uns nicht einfach mit zwei Punkten gehen lässt und nochmal alles probieren wird.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hätte man denken können, dass jetzt das gewohnte Bild eintritt. Knappe 1.Halbzeit- miserable 2.Halbzeit. Wilhelmshaven startete mit einem 4:0 Lauf in den zweiten Spielabschnitt, um sich die Führung wieder zu erobern (18:17 33’41). Dann legten wir jedoch unsererseits einen 6:0 Lauf hin, um die höchste Führung des Spiels mit 18:23 (37’09) zu erzielen. Wilhelmshaven kämpfte sich dann Stück für Stück heran, bis sie zum 30:30 (56’55) erstmalig wieder ausgleichen konnten. Wir blieben dann ohne Tor holten uns in den nächsten zwei Angriffen dann aber Zweiminutenstrafen ab. Zweieinhalb Minuten waren noch zu spielen und auf einmal schien alles verloren. Der ganze Kampf für nichts?

Die darauffolgende Aktion konnte „Baschtl“ Siebert entschärfen, indem er gegen den freien Linksaußen parierte. Im Angriff zogen wir dann eine Zweiminutenstrafe gegen den Wilhelmshavener Toptorschützen und konnten kurze Zeit später sogar zum Führungstreffer verwandeln, den die Wilhelmshavener dann aber wieder egalisieren konnten. Im Anschluss blieben beide Mannschaften ohne Torerfolg, so dass am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden zur Buche stand.

Mit Blick auf die Tabelle hilft das Unentschieden aber schonmal enorm, um nicht den Anschluss auf die Nicht-Abstiegsplätze zu verlieren.

Nächste Woche kommt es dann zum ultimativen Kellerduell. Wir bestreiten das Vorspiel für unsere 1.Damen, am Samstag um 16 Uhr gegen den Tabellenletzten Marienhafe. Zugleich geht es für uns danach auch weiter zur Weihnachtsfeier, so dass ein Sieg natürlich Voraussetzung für einen guten Abend ist.

Kader: Jan Wendte (7 Tore; 2/2 7-Meter), Marvin Lötzbeyer (6), Niklas Beyer, Fritz Rothe (beide 5), Hendrik Wiltmann, Steve Gerber (beide 3), Ruven Brune, Maximilian Große Wördemann (beide 1), Robert Bünker, Sebastian „Baschtl“ Siebert (TW) – Frederic Hinz (Spielertrainer), Mario Finke (Betreuer)

Foto von Sportphoto Paetzel 

1.Herren – Punkt gewonnen oder Punkt verloren?

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